autogenes-training

Autogenes Training (AT) nach Schultz

Entspannung durch Autosuggestion (Selbstbeeinflussung)

autos (gr.) - selbst

genos (gr.) - üben

Entspannung ist immer verbunden mit einem Gefühl von wohliger Wärme des Körpers und der Extremitäten, mit ruhigem und gleichmäßigem Puls und einem kühlen Kopf.

Genau auf diese Empfindungen konzentriert sich jede/r Übende während des Trainings und gelangt auf diese Weise zu tatsächlicher Lockerung von Spannung. Muskelverspannungen können sich lösen, Blutgefäße weiten sich, das Nervensystem wird harmonisiert, sodass sich auch Atmung, Herz-Kreislauf-Funktionen und das Verdauungssystem beruhigen. Die Einflüsse von außen treten zurück und die Übenden richten ihre Aufmerksamkeit nach innen. Dies führt zu einem inneren Zustand von Ruhe und Harmonie.

Diese Technik wird als Auto-Suggestion (Selbst-Beeinflussung) bezeichnet. Sie ist leicht erlernbar und nach täglich kurzen Übungen ist die positive Wirkung meist schon nach wenigen Wochen deutlich spürbar.

Das AT wurde von dem Berliner Neurologen J.H. Schultz (1932 - 1987) entwickelt. Es ist aus der Hypnose (Fremd -Beeinflussung) abgeleitet.

Es ist ein von den Krankenkassen anerkanntes Verfahren und Kosten für Kurse sind i.d.R. zu 80% erstattungsfähig (Zertifizierung des Therapeuten / der Therapeutin erforderlich!).

Indikationen für AT:

  • zur Bewältigung von Ängsten (z.B. Prüfungsangst/Schulangst)
  • zur Linderung von Unruhezuständen (auch ADHS)
  • zum besseren Umgang mit Schmerzen (v.a. Kopfschmerzen und Migräne)
  • zur Stressbewältigung
  • zur Konzentrationssteigerung
  • zur Steigerung der körperlichen Leistung
  • zur Förderung von gesundem und erquickendem Schlaf
  • zur Förderung der Durchblutung
  • zur Geburtsvorbereitung

Bei Schizophrenie, Manie, aktiven Psychosen und Epilepsie soll AT nicht oder nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten durchgeführt werden.